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Umsatzsteuer: BMF-Schreiben zu verdeckten Preisnachlässen im
Gebrauchtwagenhandel

Das BMF folgt dem BFH-Urteil aus dem Jahr 2018 zur umsatzsteuerlichen Behandlung
verdeckter Preisnachlässe bei sog. Streckengeschäften im Kfz-Handel.  Damit kommt
es bei der Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens durch den Kfz-Händler auf den
subjektiven Wert des in Zahlung genommenen Kfz an und nicht mehr auf den objektiven
Wert.

Abschnitt 10.5 Abs. 1 und Abschnitt 25a.1 Abs. 10 UStAE werden entsprechend geändert,
und Abschnitt 10.5 Abs. 5 UStAE wird gestrichen. Das aktuelle BMF-Schreiben ist in
allen noch offenen Fällen anzuwenden. Allerdings beanstandet es das BMF nicht, wenn
der Kfz-Händler bei Umsätzen bis zum 31.12.2021 die bisherigen Grundsätze des UStAE 
anwendet und damit auf den objektiven Wert des in Zahlung genommenen Kfz abstellt.

Hinweis:
Der Unterschied zwischen dem subjektiven Wert (BFH und aktuelles BMF-Schreiben) und
objektivem Wert (bisherige Fassung des UStAE) zeigt sich, wenn der Kfz-Händler das
Gebraucht-Kfz zu einem überhöhten Preis in Zahlung nimmt und anschließend mit Verlust
weiterverkauft. Würde man auf den objektiven Wert abstellen, würde sich der objektive
Wert aus dem – niedrigeren – Verkaufserlös ergeben, so dass sich die Bemessungsgrundlage
für den Verkauf des neuen Kfz mindern würde.

Nach dem BFH kommt es aber auf den subjektiven Wert an, weil dies der Betrag ist, mit
dem der Kfz-Händler und der Kunde den Gebrauchtwagen bewertet haben. Dieser Betrag
und der Zahlungsbetrag ergeben den Bruttoverkaufspreis, aus dem die Umsatzsteuer heraus-
urechnen ist.

BMF, Schreiben v. 28.8.2020 - III C 2 - S 7203/19/10001 :001
Fundstelle(n): NWB AAAAH-57160

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