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Buchführung: Kassenaufzeichnungen bei einer Gaststätte

Die Kassenaufzeichnungen einer Gaststätte, die bilanziert, sind nicht ordnungsgemäß, wenn
zum einen die Bedienungsanleitungen und die Programmdokumentationen nicht gem. § 147
Abs. 1 Nr. 1 AO aufbewahrt werden und zum anderen die Umsätze, die in den steuerlichen
Anmeldungen erklärt worden sind, deutlich niedriger sind als die in der Journaldatei
gespeicherten Umsätze. Das Finanzamt darf dann die Buchführung nach § 158 AO verwerfen
und Umsätze gem. § 162 AO auf der Grundlage der Umsätze laut Journaldatei hinzuschätzen.

Hinweis:
Der Fall ist noch besser zu verstehen, wenn man die folgenden Informationen hat: Das
Finanzamt erhielt eine anonyme Anzeige, in der die tatsächlichen Umsätze detailliert aufge-
führt waren. Diese Umsätze waren in der Journaldatei erfasst und in der steuerlichen Buch-
führung durch Null-Beträge ersetzt worden; Stornobuchungen gab es aber nicht. Nur die
Kartenumsätze (EC- und Kreditkarte) waren vollständig erfasst worden, weil hier das Auf-
deckungsrisiko deutlich höher war als bei den Bareinnahmen. Auf dem Privatkonto des Gast-
wirts und seiner Lebensgefährtin waren erhebliche Bareinzahlungen vorgenommen worden.

Der Gastwirt machte ohne Erfolg geltend, dass ein Mitarbeiter die Buchführung manipuliert
habe, um den Gastwirt beim Finanzamt anzuschwärzen. Zum einen hätte dies nach Ansicht
des FG einen erheblichen Aufwand für den Mitarbeiter verursacht. Zum anderen endeten die
angeblichen Manipulationen nicht nach dem Ausscheiden des vom Gastwirt verdächtigten
Mitarbeiters.

Fundstelle(n): NWB XAAAH-27651

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